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AKTUELLES

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Aktuelle Informationen zu den Themen des Arbeitskreises Fischerei der AktivRegion Ostseeküste:


Neuer Typ Fischfalle jetzt im Einsatz

26.12.2018 Der NABU als Projektträger lässt jetzt einen neuen Typ Fischfalle erproben. Fischer Leif Rönnau entwicklete diesen Prototyp, von dem nun 30 Fischfallen eines dänischen Herstellers mit Mitteln aus dem EMFF angeschafft wurden.

Mit ihrer relativ geringen Größe von nur einem Meter Durchmesser sind die Fallen kleiner als andere bekannte Modelle, leicht stapelbar und so gut auf kleinen Fischereifahrzeugen einsetzbar. Beifänge von Meeresvögeln oder Schweinswalen können nahezu ausgeschlossen werden, da die Fallen nur einen schmalen Eingang besitzen. An der Erprobung werden sich fünf Fischer aus Kalifornien (Schönberg), Schleswig und Stein/Wendtorf beteiligen.

Bis zu zehn Fallen werden in einer Reihe ausgesetzt und mit unterschiedlichen Ködersorten wie Hering, Sprotte oder Sandaal bestückt. Die Fischer protokollieren verschiedene hydrographische und fischereibezogene Daten, die später von Wissenschaftlern des Thünen-Instituts aus Rostock ausgewertet werden. So soll die beste Konfiguration der Fallen gefunden werden, um Beifänge zu verhindern und gleichzeitig gute Fangerträge für die Fischer zu erzielen. Denn auch wirtschaftlich müssen sich die Fallen beweisen. Der Fang wird über das Portal "Fisch vom Kutter" vermarktet.

Für den Museumshafen Probstei unterstützt diese Arbeit, um die handwerkliche Fischerei im Alltag der Küstenkultur lebendig zu erhalten.
Der zusätzliche Vorteil der Fallen: Der Fisch kommt lebendig an Bord und zu kleine Fische sowie schlecht vermarktbare Arten können lebendig entlassen werden.

FLAG Projektantrag: Fischfallen in der Ostseefischerei


Gemeinsame Stellungnahme bezüglich der Änderung der Fischereikontrollverordnung

15.11.2018 Im Rahmen der Förderumsetzung des Europäischen Meeres- und Fischereifonds 2014 – 2020 (EMFF) trafen sich Experten aus den zuständigen Ministerien der drei Küstenländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, aus Kommunen, touristischen Einrichtungen und der Fischerei, am 14. und 15.11.2018 zu einem zweitägigen Workshop in Cuxhaven.

Hiermit nimmt das „Treffen der norddeutschen Fischwirtschaftsgebiete“, vom 15. November 2018, in Cuxhaven, zur geplanten Änderung der Fischereikontrollverordnung, bezüglich der Abgabe an private Verbraucher Stellung.

Die Direktvermarktung ist eine unverzichtbare Voraussetzung, um insbesondere die kleine Küstenfischerei kostendeckend betreiben zu können. Zu nennen ist hier beispielsweise das Projekt „Fisch vom Kutter“, gefördert durch ELER und EFF-Mitteln. Die FARNET und die EU-Kommission bewerben „Fisch vom Kutter“ als „Best Practice Projekt“ (https://ec.europa.eu/fisheries/inseparable/de/node/11).

Die EU-Kommissionspläne sehen mit dem Änderungsentwurf zur Verordnung (EG) Nr. 1224/2009 jedoch erhebliche Einschränkungen der Direktvermarktung vor. So würde durch die vorgesehene Änderung von Art. 59 Abs. 3 die Verkaufsmenge an private Endverbraucher von bislang 30 kg pro Tag auf zukünftig 5 kg pro Tag verringert. Verbraucher, die größere Mengen erwerben möchten, müssten sich zuvor in einem aufwändigen Verfahren registrieren lassen. Auch die Ausnahmen von den Bestimmungen der Rückverfolgbarkeit bei der Direktvermarktung an private Endverbraucher soll durch die Änderung von Art. 58 von bislang 50 € auf zukünftig 5 kg abgesenkt werden.

Mit der geplanten Reduzierung der Abgabe auf 5 kg pro Verbraucher und Tag, würde die Direktvermarktung der Fischer stark beschränkt und käme voraussichtlich gänzlich zum Erliegen. Verbraucher, Küstenbewohner, sowie Touristen könnten dann keinen Frischfisch aus der Region kaufen. Der durch die Direktvermarktung geförderte Nachhaltigkeits- und Umweltgedanke würde nachlassen. Insbesondere die zurzeit laufenden außergewöhnlichen Bemühungen der Küstenfischer gemeinsam mit Naturschutzverbänden, Fischereiforschung, Kulturvereinen und Küstengemeinden an umweltschonenden Fangtechniken zu arbeiten, würden erheblich erschwert, bzw. würden aus wirtschaftlichen Gründen vermutlich aufgegeben.

Die norddeutschen Fischwirtschaftsgebiete appellieren daher im Sinne der Verbraucher und Fischer, insbesondere der Küstenbewohner an Nord- und Ostsee, dass der Erwerb von Fisch (Fischereierzeugnisse) direkt vom Kutter durch die geplante Verordnung nicht eingeschränkt werden darf! Das „Treffen der norddeutschen Fischwirtschaftsgebiete“ befürchtet, dass die besondere Förderung der handwerklichen Fischerei durch die „Gemeinsame FischereiPolitik“ GFP, mit der geplanten Reduzierung auf 5 kg, ins Gegenteil verkehrt wird.

Stattdessen wäre es zur Stärkung der Küstenfischerei erforderlich, eine Registrierungspflicht der Käufer bei der Direktvermarktung unabhängig von der Menge ausschließlich auf Wiederverkäufe zu beschränken und private Endkunden vollständig von dieser Regelung auszunehmen.

Um die geplante Einschränkung deutlich zu machen, weisen wir auf folgende Aspekte hin:
• Betroffen sind meist ländlich strukturierte Küsten. Die kleinen Fischereifahrzeuge aus den Anlandehäfen versorgen private Verbraucher der Küstengemeinden, sowie aus der näheren Umgebung.
• Die geplante Fischereikontrollverordnung berücksichtigt nicht die Einkaufsgewohnheiten. Die meisten Verbraucher kaufen lediglich drei bis vier Mal im Monat Fisch direkt vom Kutter, dann allerdings mehr als die geplante Abgabemenge.
• Verbraucher die eine längere Anfahrt haben, kaufen größere Mengen ein, da sie oft auch für ihre Nachbarn Fisch mitbringen.
• Die Fischwirtschaftsgemeinden werben um Gäste auch mit diesem nachhaltigen Frischfischangebot www.fischvomkutter.de, um die lokale Wirtschaftskraft zu festigen.

Das Treffen der norddeutschen Fischwirtschaftsgebiete appelliert mit Nachdruck, die Abgabe an private Verbraucher nicht zu erschweren. Es muss für private Endverbraucher möglich bleiben auch größere Mengen direkt vom Kutter zu erwerben. Wir wollen die handwerkliche Fischerei weiterhin wirtschaftlich stärken und eine lebendige Küstenkultur in den Fischwirtschaftsgemeinden erhalten.

Setzen Sie sich bitte für die Streichung der Mengenbeschränkungen für private Endverbraucher oder zumindest eine Beibehaltung der gegenwärtig zulässigen Abgabemengen ein.



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FISCH VOM KUTTER wurde für den „Nordic-Baltic Rural and Maritime Award 2018“ nominiert.

23.04.2018 Mit dem „Nordic-Baltic Rural and Maritime Award 2018“ sollen Projekte, Aktionen oder Investitionen anerkannt werden, die mit Unterstützung aus EU-Fonds für ländliche Entwicklung (ELER) und Fischerei (EMFF) entwickelt wurden.

Die Unterstützungsstellen für ländliche Räume in Estland, Finnland, Deutschland, Lettland, Litauen, Polen und Schweden haben diesen Wettbewerb für gute Projekte gestartet.
Die Gewinner werden im Rahmen der Schwedischen Parlamentarischen Jahrestagung vom 18. bis 20. Mai 2018 auf einer Preisverleihungsgala in Örnsköldsvik bekannt gegeben.

Landsbygdsnatverket: http://landsbygdsnatverket.se/nordicbalticaward



Bereits jetzt tausende Eiderenten gemeldet.

23.10.2017 Schleswig-Holsteins Fischereiverbände und Umweltminister Robert Habeck wollen gemeinsam Schweinswale und tauchende Meeresenten besser vor dem Ertrinken in Stellnetzen schützen. Dazu unterzeichneten das Umwelt- und Fischereiministerium, der Landesfischereiverband sowie der Fischereischutzverband im Dezember 2013 eine freiwillige Vereinbarung.

Eigentlich werden die Fischer erst in den Wintermonaten vom 16. November bis zum 1. März mit dem SMS-Warndienst des "Ostsee Infocenters" gewarnt. Die Fischer haben aufgrund ihrer langjährigen Beobachtungen bestimmte Fanggebiete benannt, in denen besonders viele Meeresvögel im Winterhalbjahr Rast machen und aktiv nach Nahrung suchen. Mit den Erfahrungen der Fischer und dem SMS-Warndienst können Meeresvögel zur Winterrast in der westlichen Ostsee jetzt besser geschützt werden.

SMS-MELDUNG vom 23.10.2017: Bereits jetzt tausende Eiderenten gemeldet. Vorwarnstufe gelb schon vor Beginn der Entenschonzeit in folgenden Gebieten: Geltinger Birk, Stein/Wendtorf, Lippe, Flüggesand, Koppendorfer See, Bojendorf, Markelsdorfer Huk.

Warnmeldungen

Impressum: FLAG Ostseeküste | 24235 Stein | Ellernbrook 2 | FLAG-Sprecher: Uwe Sturm | eMail: post@ostseekueste-flag.de